Blog

  • Rose´s Reise – die Geschichte

    Rose hat im April 2026 mit RMT eine ihrer vielen Reisen nach Nepal durchgeführt, hier zeigt sie uns ein paar Ihrer Bilder und erklärt die Gegebenheiten. Auffällig ist, daß Sie „off beaten tracks“, d.h. eine Reiseroute ausserhalb der normalen Route gewählt hat, bemerkenswert. Danke an Rose für die schönen Bilder !

    Es beginnt mit dem Klavier in der Business – Class Lounge in Istanbul, selbstspielend, automatisch, Steinway und sehr gut erhalten. Er war schon im alten Atatürk-Flughafen vorhanden und ich bin froh, daß er noch da ist.

    „Wir sitzen schon am Gate B 16, bald geht’s los mit Boarding.“

    Und dann in Kathmandu : „Angekommen, aber müde, alles ok.

    „Ein kleines Statement für alle, die ich kontaktiere:
    Es hat organisatorisch alles geklappt, trotzdem war es anstrengend, weil mir einfach der Schlaf seit Tagen fehlt. Detlev hält sich wacker. Der Flug war teils etwas unruhig. Ich hatte mal wieder Kreislaufprobleme mit unangenehmen Folgen. Die Einreise war eine organisatorische Karastrophe mit anfangs 1 Abfertigungsschalter für alle Ankömmlinge. der Empfang von Guide Ujju und Chef Thakur war herzlich und rührend.
    Das Wetter scheint noch durchwachsen.
    Heute ist Erholungstag mit viel Aufenthalt in der Horizontalen.
    Morgen ist noch Ruhetag für uns – also gemütliches Kathmanduprogramm.
    Am Samstag steht dann die Anreise zum Startpunkt des Treks ca. 1/2 Flug und. 7 Stunden Autofahrt, an.
    Liebe Grüße für heute.“

    Und schon schauen wir uns die Schönheiten Kathmandus an, auch wenn wir das vor 20 Jahren gesehen haben, immer noch schön.

    Swayambunath, das große Kloster am Berg über Kathmandu. Oft in englischen Publikationen auch „Monkey temple“, Berg der Affen genannt.

    In Swayambunath ist eine Statue des jungen Buddha. Unser Buddhismus – Experte Bidur sagte dazu : „Niemand weiss, wie Buddha ausgesehen hat, wenn man die Nase anschaut, kann das keine indische Nase sein. Das kommt davon, daß ein ägyptischer Maler beauftragt wurde, sich Buddha vorzustellen, da hat er das damalige ägyptische Schönheitsideal mit Kräuselhaaren vorgestellt und herausgekommen ist das hier.“ … oder so ähnlich, bitte nicht zitieren.

    Unser Wunschguide Ujju.

    Swayambunath Stupa in Kathmandu

    13.4.2026 : Also wir haben heute lieberweise Wifi daher gibt es eine kurze Nachricht:
    Es ist sehr anstrengend für uns beide, und ich glaube eher nicht, dass wir unser Ziel erreichen können.
    So ausgepowert wie heute war ich noch bei keinem Trek. Dabei sollte es noch schlimmer werden mit der Qualität der Wege und dem Auf und Ab. Wir sind heute über 1000m unentwegt über übelste Wege abgestiegen,“ so haben wir nur noch einen Anstieg von gut 300m geschafft, dann war der Ofen aus.
    Wir sind in Kunjari,
    eiskalt geduscht und froh, dass wir sitzen und Tee trinken können. Essen wollten wir beide erst abends.
    Vergangene Nacht hat es heftig geduscht, aber heute blieb es trocken. Die Wege sind rutschig, beide sind wir mal geflogen. Zum Glück ohne Folgen.
    Das wär’s. Alles Liebe Euch allen, Rose.

    14.4.2026 : An alle meine Lieben:
    Und schon wieder haben wir Wifi. Ujju, unser Guide, macht es möglich. Wir haben ein solches Glück mit ihm und dem Träger Rames unterwegs zu sein.
    Wir tasten uns langsam voran. Heute haben wir das gestrige Ziel erreicht und es damit gut sein lassen. Ein ruhigerer Tag war das also und damit gut zur Entspannung der Muskulatur.
    Wir halten uns nicht mehr an die Tagesplanungen. Die sind für uns utopisch.
    Wir werden uns mit einer verkürzten Tour zufrieden geben. Das Wetter ist so lala. Leider bietet es uns nicht die Aussicht, die wir gerne hätten.
    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Heute wird hier Neujahr gefeiert 2083. Da wird sich so schnell keine Ruhe einstellen.
    Liebe Grüße für heute.🌹

    16.4.2026 : Meine Lieben heute sind wir wieder in zivilisierterer Gegend. Gestern fiel die endgültige Entscheidung: Kanchenjunga ist nicht mehr unser Ziel. Detlev hat noch größere Probleme als ich. Bei mir ist es nur ein dickes Knie, das Überanstrengung signalisiert. Es tut aber nicht weh👍🍀
    Die Trekkingwege sind steil und ungemütlich zu gehen, da die verbauten Felsbrocken überdies glitschig sind und man nur noch drauf konzentriert ist, nicht auszurutschen. Aufwärts geht das ja noch, aber die langen Abstiege sind ermüdend in jeder Hinsicht und wir kommen viel zu langsam voran. Wir wandern jetzt auf dreckigen, gerade noch befahrbaren Pisten, haben Zeit uns umzuschauen, zu quatschen und die Leute zu beobachten. Das ist auch interessant. Man muss eben flexibel sein, gerade wenn man nicht mehre der jüngeren Generation angehört. Ujju erzählt überall, was ich für eine Alte bin, und schön langsam werde ich zum bunten Hund, der ungläubig bestaunt wird.
    Wir haben ein entspanntes bis fröhliches Verhältnis.
    Letzte Nacht verbrachten wir in einer kleinen Farm. Das Familienleben beobachten zu dürfen, war herrlich. Am Morgen
    standen etliche Leute auf dem Plan: Hier ein Weh, da eines…. Bitte helft.
    Also taten wie was wir konnten.
    Tellok ist heute unser Ziel, das wir nach 5,5 Std erreicht haben,
    Als erstes war eine kalte Dusche in indischem Stil angesagt.
    Unser Zimmer ist sauber und unsere Wäsche gewaschen. Ujju macht einfach alles. Das Essen war prima und jetzt ist Freizeit.
    Liebe Grüße, Rose.

    17.4.2026 : Nicht so ganz, also es sind schon noch Wünsche offen. Einer ist: bitte besseres Wetter. Wir haben das reinste Monsunwetter mit täglich heftigen Regenfällen gegen Abend und in der Nacht. Das beeinträchtigt die Wege massiv und verhindert jeglichen Ausblick auf die Bergriesen. Wir können nur hoffen, dass das besser wird. Unser Team ist genial, wir könnten uns kein besseres wünschen.
    Liebe Grüße, Rose.

    19.4.2026 : Wir wandern gerade zurück nach Suketar um von da ein neues Ziel „Phatibhari Devi“ anzustreben. Es ist unglaublich schwül weil bisher täglich ein Schwallregen heruntergekommen ist. Die Temperaturen liegen bei annähernd 30°C.
    Da ist das Wandern im ständigen Auf und Ab recht anstrengend. Wir sind schweißgebadet, wenn wir am jeweiligen Ziel sind. Der Weg durch die Dörfer bringt Abwechslung. Es gibt immer Kontakte. Unsere Buben Ujjwal und Romes sind einfach super.
    Liebe Grüße 🌹

    Später : Also für Dich möchte ich sagen:
    Die gesamte Tour, so wie sie von Thakur erstellt worden ist, ist so nicht machbar für Otto Normalbürger. Die Route von Suketar zum Südcamp kann man sich eigentlich sparen. Sie ist äußerst mühsam und Ujjwal sagt, dass man vom südl, Basecamp keinen besonderen Ausblick hat.
    Die Tour von Taplejung zum Nordcamp habe ich ja schon mal gemacht. Sie ist weit weniger anspruchsvoll und der Ausblick auf die Arena ist grandios. 🍀

    Meine Antwort war diese : Das ist eine wertvolle Info, lass uns mal wenn Du wieder zuhause bist darüber sprechen. Tourplanung ist im Moment der weisse Fleck von allen, da sich die Strassen geändert haben und auch mein Wissen veraltet. Melde Dich, wenn Du Zeit hast, LG Rainer

    Mach ich. Ich schick Dir noch unseren heutigen Bericht. Das Wetter schlägt nach wie vor Kapriolen. Täglich gibt es monsunartige Schauer, gestern auch mit Gewitter. Während wir unterwegs waren blieben wir davor zum Glück verschont. Wir wurden aber trotzdem nass, weil wir heftig schwitzen. Indische Dusche ist nur manchmal möglich, wenn es ein Kabäuschen dafür gibt. Aber wir sind gerüstet mit einer faltbaren Waschschüssel 😁LG🌹

    Meine Lieben!
    Heute haben wir, Dank Ujju, wieder Wifi. Unser Wandertag ist aus Gründen der Übernachtungsmöglichkeiten und der bevorstehenden Weglänge zwischen diesen, heute schon nach 3,5 Stunden Hatsch zu Ende. Der Weg ist zwar gut zu begehen, es ist in unserer Sichtweise ein miserabler Feldweg, der aber als Transportweg genutzt wird, jedoch zum Glück wenig frequentiert ist. Es läuft sich unkompliziert trotz ständigem Auf und Ab und hat den Vorteil, dass man entspannt unterwegs ist.
    Wir haben Augen zum schauen: Pflanzen vieler Arten wachsen hier (auch Mango- und Jackfruchtbäume, Bananenstauden sowieso aber auch eine besondere Art Brombeeren und Himbeeren…),viele kleine Dörfer oft mit weit verstreut liegenden Häuschen und Terrassenfeldern, bieten Abwechslung. Ujju sorgt für Kontaktmöglichkeiten zu den Einheimischen, die überwiegend freundlich sind und Romes schleppt bravourös unser Gepäck.
    Ein paar blöde Typen jüngerer Bauart sind auch immer mal dabei – wie überall auf der Welt.
    Die Ohren werden beschäftigt mit den hiesigen Vogelgesängen und in den Orten mit dem Palaver der Bewohner.
    Unsere heutige Unterkunft bietet uns ein geräumiges Zimmer mit einem Kingsizebed für Detlev und einem Normalbett für mich . Es ist vergleichsweise komfortabel, soll heißen es gibt eine dünne Auflage auf der Holzpritsche. Ohne eine solche ist es ganz schön hart zum Liegen. Bis zu einem gewissen Grad gewöhnt man sich daran.
    Was stets abenteuerlich ist, sind die Toiletten. Abtritte sind es, die fast nie im Haus , sondern in unmöglichem Gelände installiert und in der Nacht besonders unangenehm zum Aufsuchen sind.
    Heute schießt die Lage mal wieder den Vogel ab.
    Im Schutze der Dunkelheit findet man auch mal eine Alternative, aber tagsüber eher nicht und schon gleich nicht für mich.
    Das heutige Mittagessen war, wie fast immer, ein Dalbhat. Gut aber so scharf, dass die Nasensensoren ständig „Feuer“ meldeten und zum Löschen auffordern.
    Liebe Grüße 🌹

    Orientalische Gartenagame

    21.4.2026 : Meine Lieben,
    wir sind um 15:00 in Thechambu, dem angestrebten Ziel, angekommen. Um 7 sind wir abmarschiert. Zuerst über 500m runter, dann über 900m wieder rauf wegen einer nötigen Flussüberquerung mittels Brücke. Bei etwa 30°C ist das enorm schweißtreibend gewesen. Unser Romes hat den kürzeren Trekkingpfad gewählt und kam nicht nur nass, dreckig und später als wir an diversen Zwischenstationen an. Das mag genügen die Qualität der Trekking Wege hier zu beschreiben. Für uns undenkbar zu begehen. Romes tappte oft in der Wildnis herum, weil der Pfad einfach nicht (mehr) existiert hat.
    Wir haben Unterkunft in einem Haus mit großem Raum zum Schlafen. Wichtig war heute eine Duschkabine. Diese Bedingung zu erfüllen war nicht einfach. Normal ist die Körperreinigung im Freien vor den Augen aller die Lust zum Schauen haben. Die Toilette ist erfreulicherweise auch im Haus.
    Bei Ankunft besorgte uns Ujju köstliche Bananen, hier im Dorf herangewachsen und ausgereift.
    Wieder hatten wir Glück, dass der Platzregen mit Donnergetöse erst anfing, als wir schon beim Tee saßen.
    Die heutige Mammutstrecke von 13,5km war nötig, weil es dazwischen nur kleine Häuschen gibt, wo wir keine Unterkunft bekommen hätten.
    Kräftemäßig sind wir gut drauf, die Hitze hat uns aber enorm geschlaucht.
    Liebe Grüße für heute🌹

    22.4.2026 : Meine Lieben,
    gestern war das Donnerwetter derart heftig, dass bis heute Nachmittag in weitem Umfeld, also bis Suketar auf jeden Fall, der Strom ausgefallen ist.
    Wir sind heute übers geplante Ziel hinaus gegangen und haben Taplejung Bazar erreicht. Hier sollten wir bleiben um morgen dann ca. 7km+x nach Suketar zu hatschen. Soll heißen:
    500m aufwärts auf geteerter, schmaler (ca. 4m breiter), kurvenreicher und stark frequentierter Fahrbahn. Da hab ich protestiert. Das geht gar nicht!
    Da das Auffinden einer passenden Unterkunft offenbar schwierig war, schlug ich vor, gleich weiter nach Suketar zu streben und zwar per Taxi, egal ob per Tuktuks oder Rover.
    Ujju, vergewisserte sich, dass im Hotel Everest Platz für uns ist und hielt auch einen vorbeifahrenden Rover an. Alles klappte wie am Schnürchen.
    In einer wilden Fahrt, die uns bestätigte, dass ein Fußmarsch mörderisch geworden wäre, sind wir nun in Suketar angekommen. Damit haben wir ein ordentliches Gebiet umwandert.
    Ab morgen geht es aufwärts zu einem Hinduheiligtum mit berückender Aussicht auf die Bergriesen ….. wenn das Wetter mitspielt. Die Tour wird die restlichen Tage bis zur Rückreise nach Kathmandu füllen.
    Wir sind wohlauf und erwarten bereits das tägliche Abendgewitter. Gestern war sogar Hagel mit dabei. Bei einem Blitzeinschlag unmittelbarbar bei unserer Unterkunft, fiel dann der Strom aus.
    Heute haben wir ein richtiges Hotelzimmer mit ordentlichem Bett und einem Miniraum für die Körperpflege.
    Es ist das gleiche Zimmer, das wir bei der Ankunft vor etwa 2 Wochen hatten. Mit kaum 10qm klein, aber sauber und ohne nächtliche Rutscheskapaden, wenn das Innenleben rumort, sind wir damit sehr zufrieden.
    Der Ort selber gibt nicht viel her. Der Flugplatz ist stillgelegt, die Hotels machen überwiegend von außen einen vergammelten Eindruck. Blumenschmuck lenkt den Blick von den Hässlichkeiten ab.
    Ganz liebe Grüße von der 🌹

    23.4.2026 : Wir sind heute in Kaplepati eingetroffen, was knapp 13km entfernt von Suketar liegt. Hier ist end of the road. Da das Ziel aller Leute, die hierher kommen, ein Hinduheiligtum ist, geht es in diesem Ort entsprechend lebhaft zu. Zahlreiche Rover haben die Pilger in einer grausamen Schüttelfahrt meist in großer Beengtheit, wenn 10 und mehr Leute zusammengepfercht im Auto sitzen, hierhergekarrt. Von hier aus geht es nur mehr zu Fuß auf einem Treppenpfad weiter. Nach ca 2 Std erreicht man die letzte Übernachtungsmöglichkeit in Phedi, bevor der endgültige Aufstieg beginnt.
    Heute haben wir schon beobachtet, dass es Träger gibt, die auf dem Rücken ältere oder behinderte Leute hinauftragen und auch wieder herunter. Ein Job für Kraftprotzen.
    Der Ort ist eine Budenstraße, wo es alles an Kitsch und Krampf zu kaufen gibt, was man sich kaum vorstellen kann. In einem dieser Häuser, das auch noch eine kleine Wirtschaft betreibt, haben wir unsere Unterkunft. Ein Kämmerchen von 6qm, in dem gerade 2Betten Platz haben. Fürs Gepäck muss man sich was einfallen lassen. Ein paar rostige Nägel können als Haken für Gewand und Utensilien genutzt werden. Mein Bett ist wegen seiner guten Breite zur Hälfte Gepäckablage.
    Die Wände aus Holzbrettern sind mit Zeitungen tapeziert, damit der Blick durch die Ritzen der Bretterwand unterbunden wird.
    Immerhin haben wir Strom und dank Ujju auch wieder Internet.
    Die Sanitärzellen sind hintereinander angeordnet, was Probleme macht, wenn einer gerade die „Dusche“ benutzt, dann kann man nicht in die Toilette. Aber die Anlage ist im Haus und sogar auf unserer Etage. Man muss einigermaßen demütig vorangehen, weil Balken, die sowieso schon niedrige Raumhöhe weiter einschränken. Mich betrifft das weniger als Detlev, der immer wieder eine Verletzung seiner Kopfhaut auszuhalten hat, wenn er nicht drandenkt sich zu bücken, was fast generell in den Häusern erforderlich ist. Die meisten Nepalis sind kaum größer gewachsen als ich, eher sogar kleiner. Der Aufstieg in unsere Etage ist eng und steil, Detlev geht die Treppe runter so wie er raufgekommen ist. In Bayern sagt man dazu arschlings.
    Aber es ist hinreichend sauber hier, wenn man da auch nicht nach den eigenen Maßstäben urteilen darf.
    Die Wanderung heute war streckenweise eine Schlammschlacht für die Füße. Die noch nicht fertige Straße ist durch die vielen Regenfälle aufgeweicht und von den schwerbekafenen Fahrzeugen total zerfurcht. Man muss zuweilen ständig nach halbwegs trockenen Gehflächen suchen. Verfehlt man sie oder lässt sich täuschen was die Begehbarkeit betrifft, versinkt man bis über den Rist im Schlamm. Detlev ist das passiert und so sahen seine Schuhe am Ende aus wie Max und Moritz im Teigmantel, was er natürlich nicht lustig fand, zumal auch noch die Hose betroffen war. Unser Ujju hat die Reinigung übernommen. Der „Bub“ ist wirklich ein Goldstück unter den Trekkingbegleitern.
    Wir sind nun knapp unter der 3000m Grenze angelangt da ist das Wandern bei den Aufstiegen schon deutlich weniger mühsam.
    Der warme Schlafsack wird uns heute sehr wohl tun.
    Verpflegt werden wir bestens. An Gewicht nehme ich aber gewiss nicht zu, obwohl ich esse wie ein Scheunentor. Es ist halt anstrengend mit Rucksack bergauf und bergab zu wandern. Mich freut’s, dass ich das noch gut leisten kann. Für heute liebe Grüße 🌹

    24.4.2026 : So, nun haben wir nach 370m Aufstieg die letzte Station vor dem Hindu-.Heiligtum erreicht. Wir sind auf einer Höhe von 3130m angekommen. Ujju hat für uns das bestmögliche Hotel ausgekundschaftet. Natürlich nach unseren Maßstäben eine Zumutung, aber mir war das ja von Anfang an klar. Für Detlev ist alles schwierig, weil er aufgrund seiner Körpergröße ständig den Kopf einziehen muss. Vergisst er es hört man das deutlich….
    Auch den ;Anstrengungen ist er nicht besonders gut gewachsen. Er hat ja auch ständig Rückenprobleme. Er hat viel zu hochtrabende Vorstellungen von der Art und Weise dieser Tour entwickelt, und so ist er jetzt schon ziemlich frustriert.
    Das Wetter lässt uns mal wieder im Stich. Es ist neblig und kühl. Letzteres zum Aufstieg gut, zum Aufenthalt muss man halt warme Sachen parat haben.
    Dass man keinerlei Fernblick hat, dafür kann niemand was, aber wenn die Aufstiegsmühen nicht belohnt werden, ist die Enttäuschung verständlich.
    Viele Pilger sind uns heute begegnet. Die meisten in kaum besserem Schuhwerk wie Badelatschen.
    Etliche fragten uns wo wir herkämen, hießen uns freundlich willkommen.
    Wir sahen auch die Menschenträger in ihrem Dienst. An einer Stelle des Weges gibt es eine Waage. Die entscheidet dann was zu bezahlen ist. Je kg Gewicht muss der Transportierte 100NRps bezahlen. Das entspricht derzeit etwa 60€ct. Auf und Abtransport kosten jeweils gleich viel.
    Unvorstellbar, was diese kleinen aber drahtigen Bursche leisten.
    Die Rhododendronblühte geht gerade dem Ende zu. Weiter oben wären sicher noch viele bühende Bäume zu sehen.
    Detlev hat beschlossen nicht weiter aufzusteigen. Für ihn wäre das vermutlich eine unzumutbare Tortour. Ich werde sie auf mich nehmen, aber leicht fällt mir der Aufstieg sicher auch nicht mehr. Morgen muss ich aber keinen Rucksack tragen. Weil wir zum Hotel in Tulo Phede zurückkehren. Dann tu ich mich sicher leichter. Ich trage dann nur mein Minirucksackerl, das einer größeren Bauchtasche entspricht.
    Im Moment herrscht Stromausfall, aber prinzipiell gibt es Internet. Mal sehen, wann mein Bericht und meine besten Grüße abgehen.
    🌹

    Ich bin ja auch schon etwas älter und abgeklärter😂🌹

    25.4.2026 : Meine Lieben, wann das Internet wieder funktioniert und meinen aktuellen Bericht abschickt, weiß ich nicht….
    Der Samstag ist der bevorzugte Pilgertag der Hindus zu ihrem Heiligtum, daher strömten sie gestern noch in Scharen hier ein, dem Ort, der die letzte Möglichkeit für Übernachtung und Versorgung bietet. Unser „Hotel“ hat auf 2 Etagen Zimmer mit Pritschen. Alles wurde über Gebühr belegt und jedes Fleckchen, das sich zum Liegen irgendwie eignete, war von einem potentiellen Schlafkunden belegt. 3 Mann in einem Singlebett ist hier kein Problem. In unserem Zimmer wären bestimmt 8 Leute einquartiert worden. Welch ein Luxus für uns.
    Der Wirt verdient dabei gut. Er kann sich mehrere Angestellte leisten, die den Betrieb am Laufen halten. Die Toiletten sind sauber. Das Essen schmeckt gut, und alle sind recht freundlich.
    Wir haben nun also die Nacht quasi in einem Ameisenhaufen verbracht.
    Nepalis sind laut und eifrige Redner, etwa so wie unsere europäischen Südländer.
    Bis um 22Uhr trampelten, riefen einander zu, schlugen Türen, rumpelten sie irgendwie herum, kurz: sie brachten schlafhemmende Unruhe mit sich. Wie auf Kommando war es plötzlich ruhig. Kurz darauf hatte jemand Probleme mit einer Türe. Kräftige Tritte dagegen und Gerumple dauerten an, bis endlich das Problem gelöst war. Es dauerte kaum eine Stunde, dann setzte ein Gewitter ein. Das war gerade vorbei, da rumpelten die ersten Frühaufsteher durch die Gänge zu den Toiletten und dem hier vorhandenen Waschbecken. Sie machten sich fertig zum Abmarsch. Danach kehrte wieder für ein Weilchen Ruhe ein. Detlev schaffte es mit dem Einschlafen schneller als ich und schnarchte mich aus dem Schlaf. Bald kam schon die nächste Truppe in Bewegung und so setzte sich der wellenartig stattfindende Lärm fort bis ich um 5:30 endgültig aufstand um mich für den Pilgerweg zurecht zu machen. Detlev war guter Dinge, weil er für heute nur die Beobachterrolle eingenommen hat. Seine körperliche Konstitution ist für diese Reise leider nicht geeignet. Viele unglücklichen Umstände wirkten zusammen, dass aus dieser Reise für keinen von uns der erhoffte Effekt eingetreten ist. Das Wetter war schon ein sehr wesentlicher Faktor.
    Ständige Schmerzen und unbequeme Wege zermürben einfach, und das war Detlevs Qual, die es einem schwer machen kann, auch die kleinen Erlebnisse wirklich zu genießen.
    Um 6Uhr waren wir heute zum traditionellen Wasserreisbrei bestellt. Im Diningroom war alles voller Leute und es war dunkel, weil der Strom wieder ausgefallen war.
    Wir setzten uns auf den „Logenplatz“ des Hausherren und verzehrten unser Frühstück.
    Für mich war ab sofort klar, ich steige nicht weiter auf, denn der Regen setzte wieder ein. Auch Donnergrollen war zu hören. Aussicht auf die Himalayabergwelt ist für heute nicht mehr zu erwarten, und das Hinduheiligtum wäre für mich nur ergänzendes Beiwerk gewesen. Bevölkert von zahlreichen Pilgern mit ihren religiösen Handlungen, die mir immer als unappetitlich erschienen sind, kann ich darauf gerne verzichten.
    Wir schickten Ujju und Romes auf den Pilgerpfad, denn den beiden war dieser Ausflug sehr wichtig. Sie wollten zur Mittagszeit wieder hier sein. Ohne wirkliches Gepäck sind die zwei die reinsten Bergrenner.
    Detlev und ich haben uns in unser Zimmerchen zurückgezogen. Im Schlafsack ist es gemütlich. Wir holen noch Schlaf nach und genießen die Ruhe, die nur durch die Gewittergeräusche gestört wird. Es graupelt sogar. Spätestens jetzt sind auch für mich alle meine Zweifel beseitigt, auch dieses Ausweichziel nicht erreichen zu können bzw. zu wollen.
    Ob wir den Plan umsetzen werden, am Nachmittag den ersten Abschnitt des Pilgerweges noch abzusteigen, hängt vom Wetter ab. Das ändert sich hier in Minutenschnelle.
    Liebe Grüße 💕🙏🌹

    26.4.2026 : Meine Antwort war : Was für eine außergewöhnliche Reise! Uns ist gestern auch etwas komisches passiert: der beste Organisierer der Welt (ich) hat vergessen seinen eigenen Sohn darauf hinzuweisen dass Indien eigentlich vielleicht sowas wie eine Registrierung, oder so eine Art in Visum benötigt. Eigentlich wollte mein Sohn auf dem Weg nach Tokio vier Tage in Indien sein Punkt auf dem Zug nach Frankfurt fanden wir raus, dass er gar nicht in Indien reinkommt, da er gar kein Visum hat, was tun? Und auch da hat uns da komm mal wieder aus der Tasche geholfen. Wir haben einen Flug von Delhi nach Nepal dazu gebucht, und jetzt macht er einfach seinen Transit nicht in Indien, sondern in Kathmandu, er ist schon bei Bidur angekommen und fliegt dann in zwei Tagen wieder nach dem Lied zurück und dann seinen Flug weiter nach Tokio zu nehmen, manchmal ist die Welt schon komisch, aber Takhur hilft einem. Liebe Grüße Rainer

    27.4.2026 : Wir sind schon im Aufbruch, Internet kam erst jetzt.
    Melde mich später wenn es geht. ndien mit seinen Visumgeschichten ist mir ein Reiseland zum Abgewöhnen geworden.
    Gut ist immer, wenn man einen Retter in der Not hat.
    Ihr habt Thakur schon auch sehr intensiv aus Nöten geholfen. So ist es für ihn auch selbstverständlich Euch beizustehen, wenn es Schwierigkeiten gibt.
    Es ist einfach eine echte Freundschaft zwischen Euch, die stets zum Tragen kommt, wenn einer Probleme hat. So soll es sein.

    Meine Lieben,
    Wir hatte gestern wieder einen gewaltigen Schauer, der uns natürlich auch für heute keine gute Sicht ließ. Die Wolken waberten bis in den späten Morgen hinein am Himmel rum. Als sich die Sonne durchsetzte, wurde es wieder recht schweißtreibend. Im Himalaya gibt es keine ebenen Wege. Es geht ständig bergauf und bergab – wie gewonnen so zerronnen. Wir sollten uns heute ja auf eine überschaubare Höhensteigerung von 400m gefasst machen, aber die Wirklichkeit sah deutlich mehr vor – eben wegen der permanent wiederkehrenden Abstiege.
    5 Stunden sollte unser Hatsch dauern, letztlich haben wir ihn in 5,5 Stunden geschafft. Natürlich waren kleine Verschnaufpausen mit drin.
    Unterwegs war aber dann auch mal eine längere Pause für ein Mitragessen und zur Erholung vonnöten. Wir landeten bei einer Achzigjährigen und ihrem Mann.
    Ein besonderes Erlebnis!
    Die wuselige, zahnlose Frau, war eifrig bedacht uns zum Hinsetzen einzuladen, schleppte sofort Sitzgelegenheiten an und Ujjo musste sogar ein Tischchen aus dem Obergeschoss herunterholen – später wieder aufräumen.
    Ujju und Romes übernahmen die Küchenarbeit. Zuerst wurden die benötigten Geschirre gescheuert – um uns nicht vorab schon den Appetit zu verderben, und Feuer in der Küche gemacht. Ein offenes Feuer so wie Anno Dazumal. Die Küche war eine Ecke in einem Vielzweckraum. In der gegenüberliegenden Ecke lag der Mann in einem sehr schmuddeligen Deckenverhau.
    Die Frau schleppte aus dem Garten Lauchzwiebeln, Knoblauch und die üblichen Blätter- eine Art Spinat – herbei, Romes wusch und bereitete alles schnittfertig vor, Ujju hackte und kochte.
    Am Ende gab es gebratenen Gemüsereis.
    Wir haben mit Appetit gegessen. Die Frau öffnete eine Dose mit Butter. Unsere Buben ließen sich ein ordentliches Stück zum Essen geben. Detlev und ich lehnten ab.
    Nach dem Essen bekam der Doktor Arbeit. Es wurde geklärt, warum der Mann im Bett lag.
    Er hatte gestern einen üblen Unfall. Er war in einem der überfüllten Rover gesessen. Plötzlich sprang die Türe auf und der Mann fiel aus dem fahrenden Auto. Das Hinterrad überrollte seinen Fuß.
    Man brachte ihn ins nächste Hospital, wo er geröntgt wurde. Es sei nichts gebrochen – auf Wiedersehen.
    Die äußere Verletzung wurde nicht behandelt. Nun ist der Fuß dick angeschwollen und Wundversorgung gab es ja auch keine, so daß um den Großzeh alles blutig war.
    Detlev machte eine Notversorgung, ließ Verbandsmaterial da und IBU. Verordnete, dass der Fuß hochgelagert werden muss……..Ujju machte den Übersetzer.
    Die beiden Alten waren sehr glücklich.
    Wieder in Suketar angekommen, genehmigten wir uns erst mal eine Dusche. Detlev wählte die kalte Version, ich genehmigte mir einen Kübel warmes Wasser.
    Heute werden wir Romes verabschieden, denn morgen fahren wir den ganzen Tag zurück zum Flughafen nach Bhadrapur. Dort übernachten wir und Romes fährt gleich weiter mit dem Bus nach Hause.
    Wir kommen nun früher nach Kathmandu als ursprünglich vorgesehen. Thakur hat unseren Flug umgebucht. Wir wollten die kommenden Tage nicht hier irgendwie vertrödeln. Im Tal von Kathmandu gibt es viele Möglichkeiten die Zeit sinnvoller zu verbringen.
    So, das ist mein heutiger Bericht, mal sehen wann er samt meinen Grüßen an Euch rausgeht.🌹

    28.4.2026 : Wir sind nach einer langen Fahrt am Flughafen in Bhadrapur angekommen.
    Das Hotel ist gegenüber der vergangenen Absteigen derart vornehm, dass wir nur noch staunen.
    Wir hatten einen Umweg zu fahren, weil die Hauptstrecke wegen diverser Erdrutsche gesperrt war. Das bedeutete die reinste Schleuderfahrt, da war nämlich auf dieser Strecke auch einiges kaputt. Brücken waren eingestürzt und behelfsmäßige Überfahrten konstruiert worden, kurz es war keine Genussfahrt. Unser Fahrer war der selbe wie bei der Fahrt nach Suketar. Ein ausgezeichneter Fahrer aber mit Macken. Oft das Ohr am Handy, gleichzeitig lenken und schalten….. nicht so sehr unser Geschmack. Dazu Kaugummi kauend mit besonderer Freude am Knallen lassen.
    Wir haben‘s überstanden. Die Berge haben sich nicht einmal zum Abschied sehen lassen. Gibt es die noch, die Himalayariesen oder sind sie nur ein Hirngespinst?
    Heute Abend kommt Ujju zum Dinner irgendwo. Romes ist schon am Busbahnhof und morgen Früh um 9 ist er dann in Kathmandu.
    Der kleine Kerl ist uns sehr ans Herz gewachsen
    Mehr gibt’s heute nicht zu berichten. Das Hirn ist durcheinandergeschüttelt und nur noch zu einfachen Vorgängen fähig, unsere Gelenke sind steif wie die einer Holzpuppe.
    Aber wir sind gut aufgelegt und freuen uns auf den 3. Anlauf schöner Ziele, dieser Reise, hoffentlich mit mehr Erfolg.
    LG🌹

    Wir müssen unser ausgetüfteltes Programm noch mit Thakur absprechen. Aber prinzipiell wird es durch ihn keine Probleme geben. Ujju soll weiterhin unser Begleiter sein. Er hat ja zurzeit keine anderen Guide-Aufgaben.
    Danke für den guten Flugwunsch! Kann man in Nepal gut gebrauchen😁🍀🌹

    29.4.2026 :

    Im Hintergrund links der Everest und daneben der Lhotse.
    Im Hintergrund Everest und Lhotse ganz rechts der Makalu – die höchsten Berge der Welt

    29.4.2026 : Kurzer Bericht heute:
    Wir hatten ein gutes Hotel in Bhadrapur, das angeschlossene Restaurant ist ein Schlafmützenverein.
    Mit Verspätung abgeflogen, dann meine „geliebten“ Warteschleifen über Kathmandu und ab da klappte alles wie am Schnürchen. Gepäckausgabe, Abholdienst, Hotelempfang.
    Die vergangene Nacht war unruhig durch den reinsten Gewitterteufel. Donnerschläge in unmittelbarer Nähe ließen gar nicht an Schlaf denken. Wie lange das noch so geht????.
    Das Programm der nächsten Tage haben wir schon ausgetüftelt. Ich hoffe, dass uns das schlechte Wetter nicht weiter begleitet. Im Moment ist es sonnig und schwül.
    Wir sitzen in unserem Zimmer bei Nescafé, Bananen und Nüssen.
    Später gehen wir in die Stadt und schauen, was sie zu bieten hat.
    💕🙏🌹

    Stupa Boddhanath – Pilgerkurs in Kathmandu , da waren wir so oft …

    Der erste Kulturtag ist zu Ende.
    Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück – die Zeit des morgendlichen Wasserreisbrei ist vorbei 👍😉- sind wir in Begleitung von Ujju per Taxi nach Bodnath gefahren. Der Verkehr ist hier chaotisch, aber durch die zunehmende Zahl von Elektrofahrzeugen ist die Luft etwas weniger verpestet. Jedoch die unzähligen Motorroller sind eine wahre Plage in jeglicher Hinsicht. Die Knatterbüchsen fahren einfach überall, auch in und durch Baustellen hindurch arbeiten sie sich hupend und stinkend voran.
    Bodnath ein Stupa, der für Buddhisten eine sehr große Bedeutung hat, ist immer frequentiert. Der Geheimeingang für Insider endet inzwischen auch am Kassenhäuschen. Wir umrundeten ihn traditionsgemäß langsam und hatten dabei viel zum Beobachten. Morgen ist der 1. Vollmond im Mai da wird Buddhas Geburtstag gefeiert. Der Stupa wurde daher frisch getüncht. Ein ganzes Heer von Pinslern war unterwegs und ist in waghalsigem Aufstieg über die Kuppel von oben darangegangen in einem schwungvollen Schüttvorgang auf die weiße Tünche das typische Wellenmuster mit Safranfarbe aufzubringen.
    Ein Mönch vollführte seine Prostrationen, also demütige Niederwerfungen, in sehr spezieller Art.
    Die zahlreichen Geschäfte boten wie seit eh und je ihre touristischen Besonderheiten an. Von Kitsch und Krempel, über Fälschungen bis zu wirklichen Besonderheiten war alles geboten. Die Preise sind hier besonders hoch, also gilt es auch hart zu handeln. Wir haben uns nur eine schöne warme Mütze gekauft, die war sogar sehr günstig. Eines der umliegenden Klöster haben wir aufgesucht und in der Nähe auch ein Gedenklicht angezündet. An wen ich dabei gedacht habe ist nicht schwer zu erraten.
    Nach der Umrundung – die Sonne hat sich leider nicht wirklich gezeigt- sind wir zum Kopankloster hinauf gefahren. Eine schöne relativ neue Anlage, wo Seminare für Medition udgl. abgehalten werden. Die Klosterhalle ist traditionell ausgemalt und gestaltet. Viele Figuren aus überwiegend buntem Butterfett waren zu bestaunen. Von Zeit zu Zeit werden sie erneuert . Die ausgedienten „Tormas“ werden Tieren überlassen.
    Ein äußerlich reizvolleres Kloster liegt auf einem benachbarten Hügel. Es ist älteren Datums.
    Unser nächster Besuch galt dem neuen Königspalast. Hier wurde vor ziemlich genau 25 Jahren ein Massaker an der königlichen Familie verübt. Bis auf den beschuldigten Sohn Dipendra hat niemand der königl. Familie überlebt.
    Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen darf man gegen Gebühr einen Teil der Palasträume besichtigen. Die Leibesvisitation bei mir war unangenehm. Die zuständige „Dame“ zwickte mich recht unsanft in die Beine, wahrscheinlich waren ihr meine Hosenbeine zu weit.
    Zwischendrin wurde nochmals gefilzt. Komisch fanden wir, dass so viele Dinge auch Handy und Fotoapparat verboten waren, aber Detlev durfte seinen Stockschirm mitnehmen.
    Besonders schön fanden wir die Räumlichkeiten nicht. Die kostbarsten Exponate waren gewiss, die königlichen Insignien.
    Am Ende waren wir museumsmüde.
    Zum Hotel gingen wir zu Fuß. Mittagsruhe war angesagt bei Kaffee und kleinen Zutaten.
    Am späteren Nachmittag wanderten wir im Regen zu den alten Palastanlagen Kathmandus. Dieses Mal funktionierte der von mir gewählte Schleichweg noch. Vieles ist inzwischen wieder hergestellt, was beim Erdbeben 2015 zerstört worden war – ein erfreulicher Anblick. Wir besorgten noch einige Dinge, u.a. ein Geburtstagsgeschenk und diverse Mirbringsel.
    Im Regen wanderten wir zurück zum Hotel. Später aßen wir ausgezeichnete Momos im Hotelgartenrestaurant.
    Danach packten wir noch einmal unsere Siebensachen.
    Morgen sind wir Gäste von Ujju. Wir fahren mit dem Auto zu seinem elterlichen Anwesen aufs Land.
    Unser Hauptgepäck landet im Hoteldepot.
    Liebe Grüße 🙏🌹

    1.5.2026 : So, ich fang schon mal an mit meinem Bericht.
    3 Stunden Überlandfahrt, davon 2 Stunden übelster Weg. Das reinste Flussbett im Auf- und Abversion. 10km/h oder weniger, dazu immer mal den Allradantrieb zugeschaltet, sind wir ziemlich durchgeschüttelt angekommen. Die letzte Viertelstunde dann noch ein Fußweg, zum Häuschen. Was für ein Empfang! Die Mama ein einziges Strahlen. Wir haben ein
    geräumiges Zimmer mit kleinem Blumenschmuck zum Empfang davor.
    Ujju hat eine große Tüte mit allem mitgebracht, was zur Versorgung nötig schien.
    Mitgekommen war die Schwägerin Ujjus, ein kleines Mädchen und die Tochter von Ujjus Schwester. Ein sehr freundliches, aufgeschlossenes Ding von 15/16 Jahren. Die arme Maus musste sich unterwegs übergeben. Ich hatte, wie alle Fahrten den Beifahrersitz bekommen. Detlev hat auf den bequemeren Sitz verzichtet. Das fand ich sehr zuvorkommend.
    So bin ich einigermaßen gut über die Runden gekommen.
    Ujju hat uns einen Willkommensdrink zubereitet.
    Frische Pfefferminze mit einer Prise Pfeffer, frisch gepresstem Limettensaft und kaltem Wasser gemixt und mit Sprite aufgefüllt. Hat sehr gut geschmeckt.
    Inzwischen hat uns erneut ein Gewitterregen eingeholt.
    Bis später vielleicht🌹

    Wir sind gut bekocht worden und haben dann einen Holzkohlewärmer bekommen, weil es durch den Regen stark abgekühlt hat. Als es endlich aufgehört hat mit Regnen, haben wir einen Spaziergang gemacht, dabei die örtliche Schule besucht, ein Feld mit den Pflanzen der Drachenfrucht besucht und dabei festgestellt, dass die Pflanze eine Art Phyllokaktus ist. Ein kurzer Besuch des Hauses von Ujjus Onkel erfolgte noch. Da gab es ein Baby ( Enkel) von 1 Monat. Inzwischen war auf dem Hof von Ujjus Eltern ein Zicklein geboren worden.
    Es ist jetzt die Zeit in der es viel Nachwuchs gibt bei den Ziegen.
    Internet haben wir nur über Ujju.
    Liebe Grüße 🌹

    2.5.2026 : Was hat sich unser Ujju für Mühe gemacht!
    Gestern Abend hat er in stundenlanger Arbeit Momos produziert, dazu Erdnusssalat und eine spezielle, sehr würzige Soße. Zuvor hatte er ein Pilz/Knoblauchsuppe gekocht. Als Nachtisch gab es diverses Obst. Auch wieder Stücke von der Drachenfrucht waren dabei.
    Unterm Moskitonetz haben wir sicher vor lästigen Insekten geschlafen/geruht. Eine Zeitlang trappelten die Mäuse über uns im Dachbereich herum. Ujju hatte uns vorbereitet. Aber auch Mäuse werden müde👍
    Geschlafen habe ich besser als im Hotel. Die Luft war angenehmer und kühler und es war absolut ruhig.
    Zum Frühstück servierte Ujju eine Toastomelette mit Käse und diversen Gemüsestückchen, dazu gab es ein Mix aus Maiskorn mit Zwiebeln und Tomaten. Als Nachtisch wieder Obst. Es war eigentlich viel zu viel.
    Wir verabschiedeten uns von den Eltern und der Schwägerin, deren Mann (Ujjus Bruder) zurzeit in der Nähe seines Heimatdorfes im Straßenbau schafft. Er wohnt also gerade bei den Eltern.
    Ujjus Mama war rührend und zeigte uns ihre volle Zuneigung. Wir bedankten uns mit einem Geldgeschenk im Umschlag. Die Leute können es wirklich brauchen.
    Die Fahrt zurück rüttelte wieder sämtliche Gehirnwindungen durcheinander. Wir brauchten für 52km ca. 3 Stunden.
    Ein Zwischenstopp zur Erholung an einer fast 300m langen Hängenrücke brachte uns ein besonderes Freiluftvergnügen. Wir wanderten leicht schwankend hinüber und wurden vom Fahrer wieder in Empfang genommen.
    Ein Abstecher zu einem neuen (8Jahre alt) buddhistischen Kloster mit kolossaler Statue des Padmasambhava, verschaffte uns noch ein bisschen Zusatzerholung von der Rüttelfahrt.
    So neu das Kloster ist, eine Besuchertoilette gibt es nicht.
    Ujju half aber auch da aus der Bredouille.
    In Patan waren wir bei Ujjus Schwester zum Dhalbat eingeladen. Frisch gepresster Ananassaft und Obst zum Nachtisch gab es zur Ergänzung. Wir lieferten Ujjus Nichte wieder bei ihrer Mutter ab.
    Wieder im Apsara Hotel,bekamen wir ein sehr schönes Zimmer im 5. Stock.
    Thakur lud uns zum Kaffee ein und bestätigte das morgige Besichtigungsprogramm. Baktapur, Panauti und Changu Narajan sind vorgesehen.
    Detlev wollte nochmals in die Stadt, mir reicht es heute. Außerdem droht wieder Regen. Gedonnert hat es schon, dicke Wolken wabern herum und ein paar Regenspritzer waren auch schon dabei.
    Die Wetterlage ist nach wie vor mies. Seit 5 Tagen gibt es keine Flüge nach Lukla (Everestgebiet) Heliflüge kosten gleich pro Person 500-550€ einfach.
    Das wär‘s für heute. Ganz liebe Grüße Euch Lieben💕🌹

    3.5.2026 : [14:07, 3.5.2026] Rosemarie Listl: Meine Lieben,
    heute Morgen fing das Wetter schon gleich unerfreulich an. Es regnete Bindfäden. 🫣und das bei dem geplanten Programm!
    Als wir um 8:45 von Alec, unserem Fahrer für diesen Tag, und Ujju aufgebrochen sind, hat es aber zum Glück aufgehört.

    1. Station war Panauti.
      Und zwar zunächst der
      Indreshwar Mahadev Tempel, einer der ältesten Tempel Nepals (vermutlich 13. Jahrhundert) Im klassischen Pagodenstil gebaut.
      Er ist dem Gott Shiva gewidmet.
      Das zugehörige Museum ist zwar klein und schlecht ausgeleuchtet, aber einige hübsche Besonderheiten finden sich dort durchaus.
      Auch gibt es da eine manierliche Toilette, was nach der überaus langen Umwegfahrt durchaus wichtig war.
      Die Anfahrt über die Hauptroute war nicht wirklich machbar. Sie wird gerade restauriert und ist schlammbeladen durch den langen Regen.
      An den Gats, also den Verbrennungsstätten der Verstorbenen, entdeckt man etliche kleine Schreine und Pagoden.
      Panauti selbst,gilt als eine Art „lebendiges Museum“ mit über 1.500 Jahren Geschichte. Wir hielten uns aber nicht allzu lange dort auf.
      Bhaktapur stand ja auf dem Programm.
      Gleich als erstes fiel mir auf, dass der ursprünglich vom motorisierten Verkehr ausgesparte historische Stadtkern nun beinahe genauso durchknattert wird wie die Altstadt von Kathmandu. Ein sehr schlechtes Konzept für die historische Altdtadt, von wem auch immer erstellt.
      Ujju sagte so gut wie nichts, wanderte meist brav hinter uns, um nicht aufzufallen. Er hat hier keine Führungslizenz. Ich wusste ja noch recht gut, wo es was zu sehen gibt. Wir erwanderten uns das berühmte Pfauenfenster, den Dattatreya Platz, den Platz mit der Nyatopola Pagode, der höchsten von Nepal, die als architektonische Besonderheit fünfstöckig ist, den Töpfermarkt und natürlich den Durbarsquare, also den königlichen Hauptplatz.
      Vieles wurde seit dem Erdbeben von 2015 inzwischen restauriert oder ganz erneuert.
      Immer mehr Läden füllen nunmehr die Gassen, ganz nach der Art von Kathmandu, nur sind sie nicht so eng,
      Danach fuhr uns Alec noch nach Changu Narajan.
      Der Tempel ist ein klassisches Beispiel der nepalesischen Pagoden-Architektur, soll heißen ein zweistöckiges Dach mit reich verzierten Holzstreben, sowie kunstvollen Stein- und Metallarbeiten.
      Leider ist seine Restaurierung farblich total missglückt. Bunt bunt bunt ….
      Besonders bekannt sind:
      die Garuda-Statue vor dem Tempel (aus dem 5. Jahrhundert)
      detaillierte Darstellungen von Vishnus, meist zusammen mit seinem Reittier Garuda.
      Der Tempel ist ein wichtiger Pilgerort für Hindus.
      Vishnu wird hier als Beschützer der Welt verehrt.
      Interessant ist auch die Mischung aus hinduistischen und buddhistischen Elementen, typisch für das Kathmandu-Tal.
      Inzwischen meckerte meine Lendenwirbelsäule schon recht deutlich.
      Ich war froh, als wir wieder am Hotel waren.
      Dort dopten wir uns mit Kaffee und Erdnüssen.
      Seit dem Frühstück gab es nur Wasser und eine von Ujju spendierte Spezialität Bhaktapurs, ein Joghurt im Tonbecher, der mit einem Holzspatel, wie ein Eis, gelöffelt wird. Er schmeckte uns vorzüglich.
      Bananen gab es dann später auch noch.
      Detlev wollte noch einen Spaziergang vor dem geplanten Abendessen machen. Nein danke, mir reicht der Hatsch.
      Nun zeigt sich ganz deutlich, dass ich in den Bergen besser zurecht komme als er, er dafür bei den Besichtigungsschleichgängen.
      Ich wünsche allseits einen schönen Resttag🙏🌹


    Panauti
    🌄 Besonderheiten

    • Liegt in ruhiger, weniger touristischer Umgebung
    • Bietet einen Einblick in alte nepalesische Kunst und Kultur
    • Wird oft als „Museum unter freiem Himmel“ beschrieben
      🏗️ Architektur und Sehenswürdigkeiten

    Bilder gibt es heute keine, ich hab nur Aufnahmen mit dem Fotoapparat gemacht.

    Der besondere Joghurt heißt Juju Dhau und ist aus der fettreicheren (gegenüber Kuhmilch) Büffelmilch hergestellt. Er wird in Tongefäßen fermentiert, was ihm durch Wasserentzug mehr Festigkeit verleiht.

    4.5.2026 : Der besondere Joghurt heißt Juju Dhau und ist aus der fettreicheren (gegenüber Kuhmilch) Büffelmilch hergestellt. Er wird in Tongefäßen fermentiert, was ihm durch Wasserentzug mehr Festigkeit verleiht.

    Patan oder Lalitpur, die Schöne Stadt, war heute unser Ziel. Alec hat uns hinchauffiert und auch auf uns gewartet. Wir sind in einem Bezirk in die Stadt eingewandert der mir noch neu war. Ujju hat uns gelotst.
    Auch hier werden die engen Gassen durch Biker frequentiert, die mehr oder weniger rücksichtslos hindurchpreschen. Vorbei an unzähligen Geschäften, die Devotionalien aller Arten anbieten, vom Buddhafigürchen, das auf einer 10ct-Münze Platz hat, bis hin zu Schaufenster füllenden Kolossalfiguren, deren Transport kaum einfach zu bewerkstelligen sein dürfte, wurde alles an echter Kunst und echten Schrott angeboten. Aber auch hier wie in den anderen Königsstädten, scheint mir die Zahl dieser Geschäfte zurückgegangen zu sein. Auch gibt es weniger von den aufdringlichen Händlern, die ihre Ketten, Anhänger etc. direkt, also ohne Geschäftsräume an den Kunden bringen wollen.
    Am Durbarsquare wird eifrig konstruiert. Immer noch sind nicht alle Schäden durch das Erdbeben von 2015 beseitigt, aber was rekonstruiert ist, sieht schön aus. Das Palastmuseum war heute geöffnet, und wir fanden es sehr schön bestückt. Den einzelnen Exponaten wurde viel Raum zugeordnet, so dass sie in ihrer Besonderheit wirken können.
    Auch Dieters Lieblingsfigürchen habe ich wieder entdeckt…..
    Die Besucherströme hielten sich in Grenzen. Europäer sahen wir nur vereinzelt. Beim Goldenen Tempel ging es zu, als gäbe es was umsonst. Der gesamte Innenkomplex ist zudem eingerüstet. Also war das eigentlich ein Besuch der Enttäuschung.
    Wir trödelten wieder aus dem Zentralbereich der Altstadt. Alec wartete auf einem Parkplatz. Ujju versorgte uns noch mit Babybananen. Er hat ein glückliches Händchen deren besten Reifezustand irgendwie zu erkennen. Die Farbe allein ist es jedenfalls nicht.
    Im Hotel genehmigten wir uns erst einmal etwas Ruhe bei Nescafé Bananen und anderen pKleinigkeiten.
    So grandios das Wetter heute Morgen war, die Hoffnung, dass nun die Nachmonsunzeit zu Ende sein könnte, bevor schon wieder der nächste Monsun beginnt, erfüllt sich eher nicht. Es ziehen bereits wieder dicke Wolken auf….
    Liebe Grüße 🌹

    Bin zu Hause angekommen, aber heute zu nichts mehr zu gebrauchen. LG🌹

  • Mercedes Museum

    Mercedes Museum

    Mercedes Benz Museum 2025

    Und dahinter liegt das:

    Was es alles gibt!

  • Stuttgart mein Stuttgart

    Die letzten Tage war das Wetter einfach zu schön in Stuttgart, ein paar Bilder musste man einfach machen.

    Pullman